Die Basler Mission
2001 hat die Basler Mission ihre Projekttätigkeit als operatives Missionswerk in Afrika, Asien und Lateinamerika an Mission 21 übergeben. Sie ist damals – zusammen mit der Herrnhuter Mission und der Mission im Kwango – zu einem Trägerverein dieses gemeinsamen Evangelischen Missionswerkes in Basel geworden. Mission 21 hat ihre Geschäftsstelle im Missionshaus.
Die Basler Mission besitzt ein umfangreiches Archiv aus über 200 Jahren Missionsarbeit. Das Archiv befindet sich im Untergeschoss des Missionsgebäudes und wird von Fachpersonen der Mission 21 unterhalten und bearbeitet. Es stellt mit seiner Fülle von historischen Dokumenten, Fotografien und Landkarten ein einmaliges Kulturgut von internationaler Bedeutung dar.
Das Missionshaus beherbergt heute ebenfalls das Hotel und Tagungszentrum ODELYA. Die Basler Mission ist Eignerin der Hotel Odelya AG. Weiter pflegt sie den Campus des Missionshauses und stellt den Garten als Park den Hotelgästen, den Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Die Basler Mission will das pietistische Erbe der Gründergeneration von 1815 weitergeben. Diese wollte das Evangelium verkündigen, indem sie christlich-diakonische Werke in Übersee aufbaute. Damit wollte sie den Menschen helfen, eigenständig ihre Notlagen zu überwinden. So ‚erfand‘ die Basler Mission damals aus christlichen Motiven als erste Institution das, was man heute als globale Entwicklungszusammenarbeit bezeichnet.
Die Basler Mission unterstützt Mission 21 finanziell und ideell.
Vertiefende Informationen zur Basler Mission
Die Basler Mission wurde 1815 gegründet. Ihr offizieller Namen lautet «Evangelische Missionsgesellschaft Basel». Ein Jahr später beginnt sie junge Männer aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum für den Einsatz bei englischen und holländischen Missionsgesellschaften auszubilden.
Ab 1821 sandte die Basler Mission die Menschen, die sie ausgebildet hatte, in den Einsatz auf eignen Missionsstationen. Nach den Pionierjahren kamen auch viele Frauen zum Einsatz. Innert 150 Jahren war die Basler Mission in vielen Gebieten Asiens, Afrikas und zuletzt auch in Südamerika tätig. Sie arbeitete in einem weltweiten Netzwerk sozial äusserst aktiver einheimischer Gemeinden.
Seit der Gründung steht die Basler Mission dafür ein, dass christlich-diakonisches Handeln und Verkündigung des Evangeliums Hand in Hand gingen. Sie lebte darin in der Hoffnung auf eine gerechtere Welt. Diese Hoffnung beflügelt die Basler Mission bis heute: Weil sie glaubt, dass dies Gottes Ziel für seine Schöpfung und seine Welt ist.
Heute ist die Basler Mission mit zwei anderen Schweizer Missionswerken ein Trägerverein von Mission 21. Sie hat Einsitz in deren Vorstand und unterstützt sie in Form von Jahresbeiträgen finanziell. Die Projekte von Mission 21 stützen sich auch heute noch zu einem grossen Teil auf das Netzwerk von Kirchen in Übersee, die aus der Tätigkeit der Basler Mission hervorgegangen sind.
Die Basler Mission hat aus ihrer Geschichte bis heute Mitgliedervereine bzw. in der gemeinsamen Aufgabe verbundene Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese unterstützen ebenfalls Mission 21. In diesem Sinne arbeiten Personal, Infrastruktur und finanzielle Mittel der Basler Mission engagiert für ein gemeinschaftlich getragenes Missionswerk.
Einen grossen Schatz der Basler Mission bildet ihr umfangreiches Archiv. Es enthält zehntausende Originaldokumente und Objekte aus 200 Jahren Tätigkeit. Diese liegen im Untergeschoss des Missionshauses. Dort befindet sich ein Klimaraum, der die kostbaren Dokumente bestens schützt. Interessierte und Menschen der Wissenschaft haben Einsicht in Dokumente, Karten, Fotos und Tondokumente aus mehr als 200 Jahre Missionsgeschichte. Für Forschende aus und über Afrika, Indien sowie Fernost liegen hier teilweise einmalige Dokumente mit Bezug zu ihrer Lokalgeschichte. Denn solche Dokumente haben in Übersee – oft aus klimatischen Gründen – nicht überdauert. Zudem haben sich die Missionar:innen im Dienst ihres Wirkens u.a. als frühe Ethnolog:innen, Geograph:innen, Sprachforscher:innen, Reporter:innen, Tagebuchschreiber:innen und Photograph:innen betätigt. So ist das Archiv eine überaus reiche Quelle von dokumentiertem Wissen aus 200 Jahren – vieles davon harrt noch der Aufarbeitung. Spezifisches Wissen, das für die Länder im ‚globalen Süden‘ wohl in dieser Form einmalig ist.
Mit dem Basileia Verlag, Mitherausgeber der Zeitschrift «Interkulturelle Theologie – Zeitschrift für Missionswissenschaft», bietet die Basler Mission Wissenschaftler:innen eine Diskussionsplattform.
Die Basler Mission pflegt ihr denkmalgeschütztes «Missionshaus» aus dem Jahr 1860 im historischen Park mit Liebe. Zum Campus gehören weitere historische Gebäude, der alte «Missionsgarten», welcher der Ausbildung diente, sowie mehrere zur Mission gehörende Randliegenschaften.
Durch ihr Hotel ODELYA AG – das in Verbindung mit Hotel und Restaurant (AYLEDO) alle professionellen Dienstleistungen eines Tagungszentrums anbietet, ist die Basler Mission Gastgeberin für eine weltweite Öffentlichkeit. Sie lebt hier ihre Tradition der internationalen Gastfreundschaft weiter. Die hervorragend gelegenen und zur Durchführung von Seminaren, Tagungen und Meetings idealen Angebote und Räumlichkeiten werden auch von regionalen und nationalen Firmen und Organisationen sehr gerne genutzt.
Spenden
Danke, dass Sie sich für eine Unterstützung entscheiden. Ihre Spende kommt der Arbeit von Mission 21, die seit 2001 die operative Leitung aller ehemaligen Projekte und Programme der Basler Mission übernommen hat, zugute.
Kontakt
Basler Mission
Missionsstrasse 21a
Postfach 270
CH-4009 Basel